Die kurze Antwort
Eine öffentliche IP-Adresse ist im gesamten Internet einmalig und wird von Websites gesehen. Eine private IP-Adresse gilt nur innerhalb eines lokalen Netzwerks, etwa Ihres WLANs zu Hause, und ist für Websites nie direkt sichtbar. Ihr Router hat eine öffentliche Adresse und verteilt private Adressen an alle Geräte dahinter.
Ihre öffentliche Adresse sehen Sie sofort auf der Seite Meine IP, wie Sie die private finden, steht unter IP-Adresse herausfinden.
Öffentlich und privat im Überblick
| Öffentliche IP | Private IP | |
|---|---|---|
| Einmalig | Weltweit | Nur innerhalb Ihres Netzwerks |
| Vergeben durch | Ihren Internetanbieter | Ihren Router (DHCP) |
| Für Websites sichtbar | Ja | Nein |
| Beispiel | 203.0.113.42 | 192.168.1.23 |
| Abfragbar | Ja, Standort und Anbieter | Nein, außerhalb Ihres Netzwerks bedeutungslos |
Private IP-Adressbereiche
Diese Bereiche sind für private Netzwerke reserviert und werden im Internet nie geroutet:
| Bereich | Größe | Typische Verwendung |
|---|---|---|
10.0.0.0 bis 10.255.255.255 | 16,7 Millionen Adressen | Große Unternehmen, manche Router, VPNs |
172.16.0.0 bis 172.31.255.255 | 1 Million Adressen | Büros, Docker- und Cloud-Netze |
192.168.0.0 bis 192.168.255.255 | 65.536 Adressen | Die meisten Heimrouter |
100.64.0.0 bis 100.127.255.255 | 4 Millionen Adressen | Carrier-Grade NAT zwischen Anbieter und Kunde |
Bei IPv6 sind Adressen, die mit fd oder fc beginnen, privat (Unique Local Addresses), und solche, die mit fe80 beginnen, funktionieren nur auf derselben Verbindung (Link-Local).
Geben Sie eine dieser Adressen in die IP-Abfrage ein, meldet sie, dass die Adresse privat ist, statt einen Standort anzuzeigen.
Wie NAT beide verbindet
Wenn Ihr Laptop unter 192.168.1.23 eine Website öffnet, ersetzt Ihr Router die private Absenderadresse durch seine öffentliche und merkt sich die Verbindung. Kommt die Antwort zurück, leitet er sie an Ihren Laptop weiter. Das ist NAT (Network Address Translation). Damit können sich Dutzende Geräte eine öffentliche IPv4-Adresse teilen, und gleichzeitig blockiert NAT unaufgeforderte Verbindungen aus dem Internet. Deshalb brauchen Sie eine Portweiterleitung, wenn Sie zu Hause einen Server betreiben.
Carrier-Grade NAT: wenn Ihre „öffentliche“ IP nicht Ihnen gehört
Weil die IPv4-Adressen ausgegangen sind, schalten viele Mobilfunk- und einige Festnetzanbieter eine zweite NAT-Ebene dazwischen. Ihr Router bekommt dann eine Adresse aus 100.64.0.0/10 (oder einem anderen privaten Bereich) statt einer öffentlichen, und viele Kunden teilen sich eine öffentliche IP.
Das erkennen Sie, indem Sie die WAN- oder Internetadresse auf der Statusseite Ihres Routers mit der Adresse auf der Seite Meine IP vergleichen. Unterscheiden sie sich, sitzen Sie hinter Carrier-Grade NAT. Portweiterleitung funktioniert dann nicht, und Sie teilen sich womöglich Sperren und CAPTCHAs mit Ihren Nachbarn. Fragen Sie Ihren Anbieter nach einer öffentlichen IP oder nutzen Sie IPv6, das kein NAT braucht. Siehe IPv4 vs. IPv6.
Häufige Fragen
Können zwei Geräte dieselbe private IP haben?
Ja, solange sie in verschiedenen Netzwerken sind. Millionen Haushalte nutzen 192.168.1.1 für ihren Router. Zwei Geräte im selben Netzwerk können sich keine Adresse teilen; das führt zu einem IP-Konflikt.
Ist meine private IP-Adresse ein Sicherheitsrisiko?
Kaum. Sie funktioniert nur innerhalb Ihres Netzwerks. Browser können sie über WebRTC verraten, was Websites beim Fingerprinting hilft, daher lohnt es sich, das einzuschränken; siehe WebRTC deaktivieren.
Warum zeigt mein Router eine andere öffentliche IP als Websites?
Ihr Anbieter nutzt Carrier-Grade NAT, oder vor Ihrem Router hängt ein weiterer Router. Websites zeigen die Adresse, über die Ihr Datenverkehr letztlich ins Internet geht.
Ändert ein VPN meine private IP?
Es kommt eine hinzu. Das VPN gibt Ihrem Gerät eine Adresse in seinem eigenen privaten Netzwerk, und Ihre öffentliche IP wird die des VPN-Servers. Ihre Adresse im Heimnetz bleibt gleich.