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Feste vs. dynamische IP-Adresse

Eine feste IP ändert sich nie, eine dynamische von Zeit zu Zeit. So erkennen Sie, welche Sie haben, und ob Sie eine feste brauchen.

Der Unterschied in einem Satz

Eine feste (statische) IP ist Ihnen dauerhaft zugewiesen und bleibt gleich, während eine dynamische IP aus einem Pool verliehen wird und sich bei jeder neuen Verbindung oder nach Ablauf der Lease-Zeit ändern kann. Zum Surfen funktionieren beide gleich; wichtig wird der Unterschied erst, wenn jemand Sie unter einer festen Adresse erreichen oder wiedererkennen muss.

Wenn IP-Adressen neu für Sie sind, lesen Sie zuerst Was ist eine IP-Adresse?

Feste und dynamische IP im Überblick

Feste IPDynamische IP
Ändert sichNie, außer Sie oder Ihr Anbieter ändern sieBei Neuverbindung, Router-Neustart oder nach Stunden bis Wochen
Vergeben durchManuell eingetragen oder vom Anbieter reserviertDHCP, automatisch
Typische NutzerUnternehmen, Server, AußenstellenFast alle Privat- und Mobilfunkkunden
KostenOft ein monatlicher AufpreisInklusive
Server betreibenEinfachBraucht dynamisches DNS (DynDNS)
PrivatsphäreDieselbe Adresse folgt Ihnen überallhinÄndert sich mit der Zeit, etwas schwerer zu verfolgen

So funktionieren dynamische IPs

Ihr Anbieter verfügt über einen Pool von Adressen. Wenn sich Ihr Router verbindet, fordert er per DHCP (bei vielen DSL- und Glasfaseranschlüssen per PPPoE) eine an und erhält sie für eine bestimmte Zeit. Läuft diese ab oder verbindet sich der Router neu, bekommt er vielleicht wieder dieselbe Adresse, vielleicht eine neue. Mobilfunknetze wechseln die Adressen noch häufiger, und viele setzen ihre Kunden hinter Carrier-Grade NAT (CGNAT), bei dem sich viele Nutzer eine öffentliche IP teilen.

Vor- und Nachteile einer festen IP

Gründe für eine feste IP:

Nachteile:

So erkennen Sie, welche IP Sie haben

  1. Notieren Sie Ihre öffentliche IP auf der Seite Meine IP.
  2. Starten Sie Ihren Router neu oder prüfen Sie nach ein paar Tagen erneut.
  3. Hat sich die Adresse geändert, ist sie dynamisch. Bleibt sie immer gleich, ist sie entweder fest oder eine „sticky“ dynamische Adresse, die Ihr Anbieter immer wieder verlängert.

Sicher wissen Sie es nur von Ihrem Anbieter oder aus Ihrem Vertrag. Auch die Statusseite Ihres Routers zeigt die Verbindungsart oft als DHCP, PPPoE oder statisch an.

Feste IPs im Heimnetz

Innerhalb Ihres Heimnetzes können Sie einem Gerät eine feste private Adresse geben, zum Beispiel damit eine Portweiterleitung immer denselben Drucker oder dieselbe Spielkonsole erreicht. Richten Sie dafür in den Router-Einstellungen eine DHCP-Reservierung ein, statt die Adresse am Gerät einzutippen; das ist einfacher und vermeidet Konflikte. Wie beide Arten zusammenspielen, erklärt Öffentliche vs. private IP-Adresse.

Häufige Fragen

Brauche ich zum Zocken eine feste IP?

Nein. Onlinespiele laufen mit einer dynamischen IP problemlos. Wenn Sie einen Spieleserver für Freunde betreiben, erleichtert eine feste IP oder dynamisches DNS ihnen die Verbindung.

Ist eine feste IP schneller?

Nein. Die Geschwindigkeit hängt von Ihrem Tarif und Ihrer Leitung ab, nicht davon, ob sich die Adresse ändert.

Bekomme ich eine feste IP, ohne meinen Anbieter zu bezahlen?

Keine echte. Ein VPN mit dedizierter IP gibt Ihnen gegen Gebühr eine feste Adresse im Internet, und dynamisches DNS gibt Ihnen kostenlos einen festen Namen, der einer wechselnden Adresse folgt.

Ist eine feste IP sicherer?

Nicht von sich aus. Sie macht Sie leichter auffindbar und angreifbar und braucht daher eine gut eingerichtete Firewall. Eine dynamische IP ist aber auch kein Schutz; sie ändert sich nur ab und zu.